Babesiose

(295 Worte insgesamt im Text)
(4750 Aufrufe)  Druckerfreundliche Ansicht [1]

Babesiose



Was ist Babesiose?

Die Erreger der Babesiose sind einzellige Parasiten, die Babesia microti, Babesia divergens u.a., die durch einen Zeckenstich auf den Menschen übertragen werden können. Insbesondere Zecken vom Ixodes-Typ tragen den Erreger in sich. Die Erreger befallen die roten Blut- körperchen und rufen eine malariaähnliche Erkrankung hervor.

Die Milz spielt eine entscheidende Rolle.
In Europa hat es belegte schwere Fälle gegeben vorwiegend bei Patienten, deren Milz entfernt wurde. Das hat Sie anfälliger für eine Infektion gemacht. Bei intakter Milz sind Menschen in der Regel resistent gegen den Babesiose Erreger.

Babesiose läßt sich gut behandeln.
In den USA konnten schwerwiegende Fälle mit und ohne intakter Milz belegt werden. Die Ursache kann ein Erreger größerer Virulenz sein, gegen den die Betroffenen nicht natürlich geschützt sind. Babesiose tritt in der Regel begrenzt auf und ist gut behandelbar. Schwerwiegende oder gar tödliche Infektionen sind sehr selten und beschränken sich auf ältere
Patienten mit geschwächtem Immunsystem.

Babesiose ist sehr selten.
Seit 1968 sind in den USA ungefähr 200 Fälle von Babesiose dokumentiert worden.

Symptome
Erste Symptome nach einer Woche.
Die ersten Symptome beginnen in der Regel eine Woche nach dem Zeckenstich.

Die Patienten leiden unter:

- allmählich zunehmendem Unwohlsein

- Übelkeit

- Appetitverlust und

- Müdigkeit.


Krankheitszeichen kehren nach einer Abschwächung wieder zurück.

Nach einigen Tagen kommt es zu:

- hohem Fieber,

- starken Schweißausbrüchen,

- Muskelschmerzen und

- Kopfschmerzen.

Wie bei der Malaria können diese Symptome über einen längeren Zeitraum anhalten, verringern sich dann langsam, um später erneut zurückzukehren.


Diagnostik

Blutuntersuchung

Bei der Blutuntersuchung zeigt sich ein charakteristischer Ring innerhalb der roten Blut- körperchen des Patienten, der durch die Babesioseerreger hervorgerufen wird.


Behandlung und Prävention

Therapie mit Chinin und Clindamycin.

Babesiose wird mit Malariamitteln behandelt. Empfohlen wird die orale Einnahme von Chinin und Clindamycin für 7 Tage unter sorgfältiger Überwachung des Arztes. Leichtes Fieber, Übelkeit und Ermüdung können noch Wochen oder gar Monate nach der Behandlung anhalten
  
[ Zurück zu 08. Andere Zeckenerkrankungen [2] | Sektions-Index [3] ]
_LINKS
  [1] http://www.borreliose.de/html/index.php?name=Sections&req=viewarticle&artid=14&allpages=1&theme=Printer
  [2] http://www.borreliose.de/html/index.php?name=Sections&req=listarticles&secid=6
  [3] http://www.borreliose.de/html/index.php?name=Sections