Die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln als Behandlung von chronischer Lyme-Borreliose

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THE USE OF PHARMAX NUTRICEUTICALS IN THE TREATMENT OF CHRONIC LYME DISEASE by Dietrich Klinghard PhD/MD

ÜBERSETZUNG

Die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln als Behandlung von chronischer Lyme- Borreliose.

Von Dr. Dietrich Klinghardt

Einige Bemerkungen zu chronischer Lyme-Borreliose (LB)

Chronische LB ist ein sich rasch ausbreitendes Problem in den USA und weltweit. Die klassische LB wird von einer bakteriellen Spirochäte mit Namen Borrelia burgdorferi verursacht. Nach herkömmlicher Überzeugung erfolgt die Übertragung von LB durch Zeckenbisse. Interessant für den Arzt ist, dass aktuellere Berichte davon sprechen, dass auch Stechfliegen, Spinnen und sogar einige Mückenarten diese Spirochäte auf Menschen übertragen können. Das heisst, dass der Krankheitsüberträger weiter verbreitet ist als bisher angenommen. LB erscheint normalerweise nicht alleine sondern zusammen mit einer Anzahl von Co-Infektionen. Klassische LB, auch Borreliose genannt, beeinflusst das Immunsystem in vorhersagbarer Weise: Sie vermindert die Anzahl der weissen Blutkörperchen und schwächt das Immunsystem des Wirts. Wenn das Immunsystem gestört ist, wird der Patient von einer Vielzahl weiterer bakterieller, viraler, Pilz- und Mycoplasmen-Infektionen betroffen. Eine notwendige zusätzliche Bedingung für diesystemische Ausbreitung der Bakterien ist die Anwesenheit von toxischen Metallen und anderen Umweltgiften.

Das Immunsystem wird von chronischer LB so beeinflusst, dass es das Bakterium Borrelia burgdorferi und andere Co-Infektionen einschliesslich Parasiten nicht mehr erkennt. LB beeinflusst auch den Knochen- und Muskelapparat mit wiederkehrenden Gelenksproblemen und mit Fibromyalgie-ähnlichen Schmerzen. Weiter wird das zentrale Nervensystem mit einer Vielzahl von verwandten Symptomen einschliesslich Gefühlsänderungen, psychiatrischer Probleme und neurologischer Probleme wie Taubheit, Lähmungen und Missempfindungen betroffen. Der am meisten betroffene Körperteil ist das Gehirn und das Gesicht einschliesslich der Zähne, Kieferknochen, Ohren und Nebenhöhlen. Diese Symptome werden durch die Anwesenheit von Toxinen verursacht, die durch die Bakterien entstehen. Neurotoxine sind gewöhnlich Peptide und andere Stoffe, die das Immunsystem des Wirtes beeinträchtigen und ihn zu einem fruchtbaren Nährboden für die zahlreiche Vermehrung von Borrelia und den Co-Infektionen machen.

Unserer Erfahrung nach haben die meisten Patienten mit chronischer LB verschiedene Parasiten im Verdauungssystem. Co-Infektionen aus der Gruppe der Herpesviren, Coxsackieviren, Grippeviren, Echoviren und Masernviren sind häufig. Oft ist auch eine der vielen Mycoplasmen-Arten vorhanden und eine Vielzahl anderer bakterieller Infektionen. Bei einem LB-Patienten sind immer Pilzerkrankungen anzutreffen. Die Behandlung muss daher breit angelegt sein und alle diese Co-Infektionen mit behandeln, um Erfolg zu haben. Die Behandlung der LB schlägt häufig fehl, wenn sie lediglich auf die Lyme-Spirochäte zielt und nicht auch auf die Co-Infektionen.

Zusammenfassung:
Borreliose beeinflusst das Immunsystem indem sie die Immunabwehr des Wirts schwächt.
Der Wirt ist so ein leichtes Ziel für Co-Infektionen
Die Behandlung muss breit angelegt sein und auch Co-Infektionen beinhalten

Einige Bemerkungen zum Verdauungstrakt

Es ist unbedingt erforderlich zu verstehen, dass das Reservoir für viele dieser Co-Infektionen im Gastrointestinaltrakt (GI) liegt.Er enthält normalerweise acht bis zwölf Pfund lebender Organismen. Viele von diesen sind bei Patienten mit chronischer LB Parasiten und pathologische Bakterien, Pilze, Viren und Mycoplasmen, die eine Darmsanierung nötig machen und in der Folge und von dort die anderen Gewebe beeinflusst. Der GI-Trakt beherbergt immer über 100.000 Milliarden Mikroorganismen. Wenn man davon ausgeht, dass der Durchschnittsmensch ungefähr 10.000 Milliarden Zellen (*mammalian cells*) im Körper trägt kann man sagen, dass es zehn mal mehr von „denen" gibt als von „uns". Die obere Schicht der Epithelzellen des Mucus bildet im Körper die grösste Oberfläche, die der Umwelt ausgesetzt ist. Mit anderen Worten, trennt uns in unserem GI-Trakt eine Zellschicht von der Aussenwelt. Man nimmt an, dass diese mucosale Oberfläche (der Mucus) der Grösse von ein bis zwei Tennisplätzen entspricht. Der Verdauungstrakt kann so zu einem „Lagerhaus" für infektiöse Organismen werden und es klar, dass man ihn gut behandeln sollte.

17. Jun. 2002/Maja Maruff, SHG Kassel Stadt und Land e.V.

Hier die deutsche Übersetzung der Einführung, wie immer ohne Gewähr und nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt.

  
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