Transverse Myelitis folgend auf ko-existente Lyme-Borreliose und Babesiose

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Transverse Myelitis folgend auf ko-existente Lyme-Borreliose und Babesiose

Eine Fallbeschreibung - J Spinal Cord Med 2003
Summer;26(2):168-71. AU - Oleson, AU - Sivalingam JJ, AU - O'Neill BJ, AU - Staas WE Jr

Hintergrund:
Ein 74-jähriger Mann stellte sich vor mit schnell fortschreitender Schwäche, taube Gefühle und Kribbeln in den Beinen; Symptome, die innerhalb Tagen bis zu den Händen und Unterarmen aufstiegen.
Er erinnerte sich an einem Insektenstich in der scapularen Regio (Schulterblatt -caw)zwei Wochen vorher.

Befunde:
T2-gewichtete magnetische Resonanz-Aufnahmen zeigten eine diffuse Hyperintensität von T1 biszu T12. Der Westernblot und der ELISA identifizierten eine Infektion mit Borrelia burgdorferi, der für Lyme-Borreliose verantwortliche Spirochäte.
Giemsa-gefärbte Blutabstriche identifizierten Ringformen, die später mittels PCR (polymerase Kettenreaktion) als Babesia microti erkannt wurden, das für die Babesiose verantwortliche Piroplasma.

Die erste Untersuchung zeigte eine ( C7 motor and T3 sensory complete tetraplegia, with recovery to T4 paraplegia) nach 2 Monaten.

Fazit:
Die Geschichte, die körperliche Untersuchung, die Aufnahmen und die serologischen Tests bestätigten die Vermutung einer transversen Myelitis in Verbindung mit Lyme-Borreliose und Babesiose.
Die Schwere und die Permanenz der Defizite bei diesem Patient waren schlimmer als berichtet bei den meisten vorherigen Fällen von transversen Myelitis durch Lyme-Borreliose allein, was auf eine mögliche Folge bei der Ko-Infektion mit Babesiose schliessen lässt.br>
caw-kaarst - Übersetzung ohne Gewähr - 2/2004
  
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