Empfindlichkeitsstatus(Susceptibility) von Borrelia burgdorferi sensu lato durch in vitro-Tests von Kultur-Isolaten aus Patienten mit Erythema migrans(EM) vor und nach antimikrobieller Chemotherapie. Neu!!! Neu!!!

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Empfindlichkeitsstatus(Susceptibility) von Borrelia burgdorferi sensu lato durch in vitro-Tests von Kultur-Isolaten aus Patienten mit Erythema migrans(EM) vor und nach antimikrobieller Chemotherapie.

Antimicrobial Agents and Chemotherapy, April 2005, p. 1294-1301, Vol. 49, No. 4
0066-4804/05/$08.00+0 doi:10.1128/AAC.49.4.1294-1301.2005
Received 26 July 2004/ Returned for modification 7 September 2004/ Accepted 19 December 2004

Klaus-Peter Hunfeld,1,2* Eva Ruzic-Sabljic,3 Douglas E. Norris,2 Peter Kraiczy,1 and Franc Strle4

Über Misserfolge bei der klinischen Behandlung von Lyme Borreliose(LB) im frühen Stadium mit vielen geeigneten antimikrobiellen Mitteln wurde bereits berichtet. Bei der Untersuchung nach möglichen Resistenzmechanismen der Borrelia burgdorferi s.l. müssen klinische Isolate aus LB Patienten analysiert werden, trotz derer antibiotischen Behandlung.
Hier wurden Borrelia-Isolate aus fünf LB Patienten mit EM vór Beginn der antibiotischen Therapie und wieder nach Ende der Behandlung untersucht. Die zehn Isolate wurden mittels „restriction fragment length polymorphism" Analyse und durch Analyse der Plasmidprofile charakterisiert und in ihrer Empfindlichkeitsreaktion(susceptibility) auf verschiedene antimikrobielle Mittel getestet, inklusive die, welche bei einer anfangender Chemotherapie eingesetzt werden.

An der Stelle der EM-Läsion waren vier der fünf Patienten sowohl vor als nach der antimikrobiellen Behandlung. mit der gleichen Borrelia-Genospezies infiziert (Borr.afzelii, n=3, Borr.garinii, n=1)
In einem Patienten unterschied sich die Genospezies im Anfangsisolat (B. afzelii) von der im nachfolgenden Isolat (B. Garinii).
Bei den übereinstimmenden klinischen Isolaten vor Beginn und nach Abschluss der antimikrobiellen Behandlung waren keine auffällige Veränderungen bei den Empfindlichkeitsreaktionen in vitro bemerkbar.

Dieses gilt sowohl für die antimikrobiellen Mittel, die bei der spezifischen Chemotherapie der Patienten verwendet wurden, als für irgendeins der zusätzlichen Mittel, die in vitro getestet wurden.

Unsere Studie belegt eine Borrelia-Persistenz in der infektiösen/infizierten Läsionsstelle bei ein paar Patienten mit EM trotz vernünftig langer antibiotischen Behandlung
Die Persistenz der Borrelia wurde aber nicht verursacht durch Anhebung der MICs (minimum inhibitory concentration = minimale Hemmkonzentration) oder der minimal Bb-tödlichen Konzentration in diesen Isolaten.
Deshalb sollten bei therapieresistenten Patienten mit Lyme Borreliose andere Resistenzmechanismen als eine erworbene Resistenz gegen antimikrobielle Mittel berücksichtigt werden.

Institute of Medical Microbiology, University Hospital of Frankfurt, Frankfurt/Main, Germany,1 Institute of Microbiology and Immunology, Medical Faculty, University of Ljubljana,3 Department of Infectious Diseases, University Medical Centre, Ljubljana, Slovenia,4 The Harry W. Feinstone Department of Molecular Microbiology and Immunology, Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health, Baltimore, Maryland2

caw Kaarst, alle Angaben ohne Gewähr., 7-05.
  
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