Gerichtsurteil in Sachen Zeckenstich-Unfall

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Ein Auszug aus dem Urteil: ................................................... Amtsgericht Dortmund, 128 C 5745/03 Datum: 22.08.2003 Rechtskraft: rechtskräftig seit dem 22.10.2003 Entscheidungsgründe gem. § 495 a ZPO: Die Klage ist im vollem Umfang begründet. Dem Kläger steht ein Anspruch auf Zahlung von Krankenhaustagegeld gegen die Beklagten zu. Ein Zeckenbiss ist ein Unfall im Sinne des § 182 VVG bzw. 2 AUB 94, denn es handelt sich um ein plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis. Ein Versicherungsausschluss im Sinne von §2 II Abs. III AUB 94 ist nicht zu gegeben. Der Ausnahmebestand "Infektion" ist nicht zu bejahen. Vielmehr ist entsprechend dem weitergehenden Text der vorbenannten Bestimmung Versicherungsschutz zu gewähren. Durch den Zeckenbiss ist es zu der Borreliose-Erkrankung gekommen. Es sind durch den Zeckenbiss Fremdstoffe in den Körper gelangt, die ein erhebliches Krankheitsbild verursacht haben. Ein solcher Fall ist dem gleichzusetzen, für den ausdrücklich Versicherungsschutz gewährleistet ist, nämlich dem Fall, wenn die Krankheitserreger durch eine Unfallverletzung in den Körper gelangt sind. Der Zeckenbiss kann auch nicht als geringfügige Haut- oder Schleimhautverletzung angesehen werden, durch die Krankheitserreger in den Körper gelangen. Der Zeckenbiss ist vielmehr eindeutig eine Unfallverletzung mit bekanntermaßen gravierender Wirkung, so dass hier Versicherungsschutz bejaht werden muss. ............................
  
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